FFH-Verträglichkeitsprüfung
(FFH-VP)

Die Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (EU-Vogelschutzrichtlinie) wurde 1979 vom Rat der Europäischen Gemeinschaft erlassen und wurde in §§ 34–37 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) in nationales Recht umgesetzt.

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Zusätzlich zur EU-Vogelschutzrichtlinie ist die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) in diesem Fall zu berücksichtigen. Laut der FFH-RL bilden alle EU-Vogelschutzgebiete gemeinsam den europäischen Naturschutzgebietskomplex Natura 2000. Damit gilt die in der FFH-RL verankerte Verträglichkeitsprüfung auch für hoheitlich gesicherte EU-Vogelschutzgebiete.

Entsprechend der FFH-Verträglichkeitsprüfung des Art. 6 Abs. 3 und 4 der FFH-Richtlinie werden spezifische Anforderungen an die Zulassung von Plänen und Projekten gestellt, sofern sie die Erhaltungsziele der FFH-Gebiete erheblich beeinträchtigen. Weiterhin sieht Art. 6 der FFH-RL vor, dass für Pläne und Projekte, die Gebiete, welche Bestandteil von NATURA 2000 sind, beeinträchtigen könnten, eine Prüfung auf Verträglichkeit mit den für das Gebiet festgelegten Erhaltungszielen erforderlich ist.

Im Rahmen der FFH-Vorprüfung wird geprüft, ob die Beeinträchtigung eines Natura 2000-Gebietes sicher ausgeschlossen werden kann oder ob eine weitergehende Prüfung in Form einer FFH-Verträglichkeitsprüfung vorgenommen werden muss.